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Freitag 7.8.2020
Einem Menschen wird man auf seinem Weg zum Bäcker begegnen, aber niemals im Internet.
- Franz Josef Wagner -
deutscher Journalist
* 7.8.1943 Olmütz

Kommentar zum Zitat des Tages
32. KW 2020
Vertrauen erweckt Vertrauen.
- Friedrich Wilhelm III. -
preußischer König
* 3.8.1770 Potsdam
7.6.1840 Berlin

Kommentar zum Zitat der Woche
August 2020
Der Stumpfsinnige, der nicht spricht, ist erträglicher als der Dumme, der redet.
- Jean de la Bruyère -
französischer Schriftsteller
* 16.8.1645 Paris
10.5.1696 Versailles

Kommentar zum Zitat des Monats
 
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05.03.20 : Weltfrauentag

Wofür steht eigentlich der Weltfrauentag?

Ehrentag?

Ist es ein Festtag, an dem die Frauen geehrt werden? Und wenn sie geehrt werden sollen, warum geschieht dies nicht im Alltag? Weshalb wird dieser Ehrentag benötigt? Der 8. März war als Welttag der Frauen vor allem im Ostblock und in der ehemaligen DDR ein wichtiges Datum für - die Männer. Russische Frauen beobachten sehr genau, welche Frau den größten Blumenstrauß und welche Frau die meisten Blumensträuße in ihrer Abteilung oder in der Firma bekam. Also doch nur ein Wettbewerb um die Sympathie der Männer? Und die meisten Männer müssen anschließend die schlechte Laune der eigenen Frau aushalten oder aufpolieren.

Festtag?

Als der Weltfrauentag 1911 auf der zweiten Konferenz der Internationale in Kopenhagen ins Leben gerufen wurde, stand die Einführung des Frauenwahlrechts ganz oben auf der Tagesordnung. Die allgemeinen Frauenrechte, wurden ebenso wie der Einsatz für den Weltfrieden nach Ende des Ersten Weltkriegs den Forderungen hinzugefügt. Der Pazifismus ist leider bis heute nicht in den Gedanken der Menschheit verankert, überall versuchen Potentaten (große und kleine) mit militärischer Gewalt ihre Macht zu festigen und zu bewahren. Lügen, Fake-News und Geschichtsfälschung gehören zu den benutzten Techniken. „Wie schön“, dass in der alten BRD schon 1977 die Reform des Eherechts in Kraft trat und das Prinzip der Hausfrauenehe durch das partnerschaftliche Prinzip ersetzte. Jetzt brauchte eine Frau nicht mehr die Einwilligung ihres Mannes, um ein Konto eröffnen oder eine Arbeitsstelle antreten zu können. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit? Paritätische Besetzung von Führungsebenen? Aber wir haben doch noch weitere 100 Jahre Zeit bis wir nicht nur anerkennen, dass Frauen gleichwertig sind, sondern es auch im Alltag leben.

Feigenblatt?

Eine Gesellschaft, die die Frauen nicht ehrt, verschenkt sehr viel Potenzial, das in die Weiterentwicklung der Gesellschaft fließen könnte. Frauen und Männer haben unterschiedliche Fähigkeiten, die sich hervorragend ergänzen, wenn es nicht mehr um kleinkarierte Machtkämpfe um die Wichtigkeit der eigenen beschränkten Existenz geht. Nehmen Sie dem 8. März den Schein eines Feigenblatts, indem Sie allen Frauen zeigen, dass sie im Kampf um ihre Rechte an ihrer Seite stehen.

Es hat den Männern nicht geschadet, dass Frauen in Deutschland 1919 das allgemeine Wahlrecht erhalten haben, es hat niemanden geschadet, das 1949 Art. 3 in das Grundgesetz der BRD „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“ aufgenommen wurde. Bis zur Reform des Paragrafen 218 StGB und der Reform des Eherechts hat es dann immer noch 28 Jahre gedauert. Solange alte weiße Männer über die Macht im Staate verfügen, braucht es immer erst eine Revolution, damit grundlegende Fortschritte erzielt werden. Und leider ist manche junge Frau ein noch größerer Bremsklotz als mancher alte Mann.

Kommen Sie, machen Sie mit, setzen Sie sich nicht nur für Frauen ein, die Ihnen besonders nahestehen, wie Ihre Mutter, Ihre Schwester, Ihre Frau oder Ihre Töchter, begleiten Sie den Kampf für alle Frauen in unserer Gesellschaft.

Ein Hoch auf den Weltfrauentag
als Symbol für
Frauenrechte,
Emanzipation und
Pazifismus.